Reflux, Sodbrennen
und Zwerchfellbruch in Salzburg
Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Beschwerden beim Schlucken können unterschiedliche Ursachen haben. Für eine gezielte Behandlung ist deshalb zunächst entscheidend, die Ursache der Beschwerden möglichst genau abzuklären.
Als Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Schwerpunkt Refluxchirurgie biete ich in Salzburg eine spezialisierte Abklärung und Behandlung von Refluxbeschwerden und Zwerchfellbrüchen. Dabei stehen moderne endoskopische und funktionelle Untersuchungsverfahren ebenso zur Verfügung wie konservative und, bei entsprechender Indikation, minimalinvasive operative Behandlungsmöglichkeiten.
Wann sollte Reflux genauer abklärt werden?
Gelegentliches Sodbrennen ist häufig und bedeutet nicht automatisch, dass eine behandlungsbedürftige Refluxerkrankung vorliegt. Bestehen Beschwerden jedoch regelmäßig, trotz Therapie weiter oder treten zusätzliche Symptome wie Schluckbeschwerden auf, kann eine weiterführende fachärztliche Abklärung sinnvoll sein.
Dabei geht es nicht nur darum festzustellen, ob Reflux vorhanden ist. Entscheidend ist auch, mögliche anatomische Veränderungen wie einen Zwerchfellbruch sowie Funktionsstörungen der Speiseröhre oder des unteren Speiseröhrenschließmuskels zu erkennen.

Spezialisierte Refluxdiagnostik
Nicht jede Patientin und nicht jeder Patient benötigt dieselben Untersuchungen. Welche Diagnostik sinnvoll ist, richtet sich nach den Beschwerden, bereits vorhandenen Befunden und der konkreten Fragestellung.
In meiner Refluxabklärung können neben dem ausführlichen ärztlichen Gespräch verschiedene schonende endoskopische und modernste funktionelle Untersuchungsverfahren gezielt miteinander kombiniert werden, um so die Refluxbeschwerden ganzheitlich abzuklären.
Gastroskopie
Die Gastroskopie ermöglicht die direkte Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Dabei können unter anderem entzündliche Veränderungen der Speiseröhre, des Magens oder Zwölffingerdarms mittels Probenentnahme sowie anatomische Veränderungen wie ein Zwerchfellbruch beurteilt werden.
Die Untersuchung wird in einem schonenden Dämmerschlaf durchgeführt.
Manometrie
Die hochauflösende Manometrie untersucht die Bewegungsabläufe und Druckverhältnisse der Speiseröhre sowie die Funktion des unteren Speiseröhrenschließmuskels.
Sie ist insbesondere bei Schluckbeschwerden und im Rahmen der Funktionsdiagnostik vor einer möglichen Refluxoperation von großer Bedeutung.
pH-Metrie
Mit der pH-Metrie lässt sich objektiv erfassen, ob und in welchem Ausmaß saurer Reflux in die Speiseröhre auftritt. Neben der klassischen 24-Stunden-Messung steht bei entsprechender Fragestellung auch eine kabellose Langzeitmessung über bis zu 96 Stunden zur Verfügung.
Die 24-h-Impedanz-pH-Metrie ermöglicht darüber hinaus die Beurteilung von saurem und nicht-saurem Reflux und kann die individuellen Beschwerden zeitlich mit Refluxereignissen in Beziehung setzen.
EndoFLIP™
EndoFLIP™ ist ein ergänzendes modernes Untersuchungsverfahren zur funktionellen Beurteilung des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen. Mittels Impedanzplanimetrie können unter anderem Geometrie und Dehnbarkeit dieses Bereichs beurteilt werden. Die Untersuchung kann bei ausgewählten Fragestellungen zusätzliche Informationen zu funktionellen Erkrankungen der Speiseröhre oder des unteren Speiseröhrenschließmuskels liefern.
Reflux, Sodbrennen und Zwerchfellbruch behandeln
Nicht jede Refluxerkrankung muss operiert werden. Nach einer sorgfältigen Diagnostik wird individuell entschieden, welche Behandlung für Ihre Beschwerden und Befunde sinnvoll ist.
Je nach Situation können konservative Maßnahmen und eine medikamentöse Therapie ausreichend sein. Bestehen trotz entsprechender Behandlung weiterhin relevante Beschwerden oder liegen anatomische Veränderungen wie ein behandlungsbedürftiger Zwerchfellbruch vor, kann auch eine operative Therapie eine geeignete Behandlungsoption darstellen.
Wann kommt eine Refluxoperation in Frage?
Eine Refluxoperation sollte nicht allein aufgrund von Sodbrennen oder eines einzelnen Untersuchungsbefundes empfohlen werden.
Vor einer möglichen Operation ist eine sorgfältige Beurteilung der Beschwerden durch eine genaue Anamnese in der Ordination und darauffolgend eine exakte Planung der weiteren Refluxdiagnostik, der anatomischen Situation und der Funktion von Speiseröhre und Speiseröhrenschließmuskel entscheidend.
Auf Grundlage dieser Befunde kann gemeinsam besprochen werden, ob eine operative Behandlung sinnvoll ist und welches Verfahren zur individuellen Situation passt oder welche Behandlungsalternativen es gibt.
Minimalinvasive Refluxchirurgie
Wenn eine operative Behandlung angezeigt ist, können Refluxoperationen in der Regel minimalinvasiv durchgeführt werden.
Über kleine Zugänge wird der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen rekonstruiert und, abhängig vom individuellen Befund, durch ein geeignetes Antirefluxverfahren wie eine Fundoplikation ergänzt.
Bei der minimalinvasiven Fundoplikation wir aus dem oberen Magenanteil eine Manschette um die untere Speiseröhre gebildet, um den Rückfluss von Magensäure zu verhindern. Je nach Befund kommen eine vollständige Nissen-Fundoplikatio oder eine teilweise Toupet-Fundoplikatio infrage. Bei einem gleichzeitig bestehenden Zwerchfellbruch wird der Eingriff mit einer operativen Versorgung der Hiatushernie kombiniert.
Ziel ist eine anatomisch und funktionell abgestimmte Behandlung, die sich an den individuellen Befunden orientiert.
Operation eines Zwerchfellbruchs
Bei einem Zwerchfellbruch, medizinisch Hiatushernie, verlagern sich Anteile des Magens durch die natürliche Öffnung des Zwerchfells in Richtung Brustkorb.
Nicht jeder Zwerchfellbruch muss operiert werden.
Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt unter anderem von Form und Ausmaß der Hernie, den Beschwerden, dem Vorliegen einer Refluxerkrankung und den Ergebnissen der weiterführenden Diagnostik ab.
Sollte eine sehr große Hiatushernie bestehen und (fast) der gesamte Magen in den Brustkorb verlagert sein (Thoraxmagen), dann kann zur Unterstützung der Zwerchfellrekonstruktion eine Netzverstärkung notwendig sein. Hierbei setze ich auf ultra-langzeit-resorbierbare Netze, das heißt ihr Körper nutzt das über mehrere Monate auflösbare Netz als Wachstumsleitstruktur für körpereigenes funktionelles Gewebe.
Am Ende ist das Netz verschwunden und die körpereigene Gewebsverstärkung soll bleiben.
Wenn eine operative Versorgung erforderlich ist, kann diese in der Regel minimalinvasiv (Schlüsselloch Technik) erfolgen.
Diagnostik und operative Expertise aus einer Hand

Als Oberarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie beschäftige ich mich klinisch insbesondere mit minimalinvasiver Chirurgie und Refluxchirurgie.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt für mich auf der Verbindung einer präzisen Refluxdiagnostik mit der daraus abgeleiteten individuellen Therapieplanung.
Gastroskopie und funktionelle Untersuchungen wie pH-Metrie, hochauflösende Manometrie der Speiseröhre und EndoFLIP™ ermöglichen dabei eine differenzierte Beurteilung vor der Entscheidung über eine konservative oder operative Behandlung.
Größere operative Eingriffe führe ich im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg durch.
Die persönliche Beratung, Befundbesprechung und Nachsorge erfolgen eng mit Ihnen abgestimmt über meine Wahlarztordination.
FAQ: Häufige Fragen zu Reflux und Zwerchfellbruch
Kann Reflux trotz unauffälliger Gastroskopie bestehen?
Ja. Nicht jede Refluxerkrankung führt zu sichtbaren Veränderungen bei der Gastroskopie. Bei entsprechenden Beschwerden können deshalb funktionelle Untersuchungen wie eine pH-Metrie notwendig sein, um Reflux objektiv zu erfassen.
Wann ist eine pH-Metrie sinnvoll?
Eine pH-Metrie kann insbesondere bei unklaren oder anhaltenden Refluxbeschwerden, bei fehlendem eindeutigem Befund in der Gastroskopie sowie vor einer geplanten Antirefluxoperation sinnvoll sein. Welche Form der Messung geeignet ist, wird anhand der individuellen Fragestellung entschieden.
Wann sollte ein Zwerchfellbruch operiert werden?
Nicht jede Hiatushernie benötigt eine Operation. Entscheidend sind unter anderem Art und Größe des Zwerchfellbruchs, die vorhandenen Beschwerden, ein möglicher Zusammenhang mit Reflux sowie weitere Untersuchungsbefunde.
Wann kann eine Refluxoperation sinnvoll sein?
Eine operative Behandlung kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten in Betracht kommen, wenn eine Refluxerkrankung ausreichend gesichert ist und die Gesamtsituation für eine operative Therapie spricht. Vor einer Operation ist deshalb eine sorgfältige Diagnostik besonders wichtig.
Refluxabklärung in Salzburg
Wenn Sie unter anhaltendem Sodbrennen, Refluxbeschwerden oder Schluckbeschwerden leiden, ein Zwerchfellbruch festgestellt wurde oder Sie eine Zweitmeinung vor einer möglichen Refluxoperation wünschen, können wir die vorhandenen Befunde gemeinsam besprechen und die weiteren diagnostischen oder therapeutischen Schritte planen.
Ordination für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Alpenstraße 108a, 5020 Salzburg
Termine nach Vereinbarung
